Erzählst Du Anderen von Jesus wie ein Kind? (Tag 12)

by BJ on August 22, 2012

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Trey war ein wilder, ADD, rothaariger 5-jähriger Junge im Hort, in dem ich während meiner Collegezeit arbeitete. Er war nicht voller Unsinn im Kopf, wie der unschuldig- aussehende Junge mit dem gleichen Namen Trey, der in aller Ernsthaftigkeit mir 2 oder 3 Mal drohte, mich umzubringen. Der rothaarige Trey war anders.

Weil dies ein Hort von einer Kirchengemeinde war, hatte ich viele Möglichkeiten Bibelgeschichten zu erzählen. Eines Tages schien es die angemessene Zeit zu sein, die Kinder zu fragen, ob sie Jesus in ihr Leben einladen wollen. Einige sagten Ja, inklusive Trey, und kamen mit mir in die Spielecke im Vorraum. Ich fragte sie noch mal, ob sie auch verstanden hätten, worum es hier ging, und dann beteten wir gemeinsam: “Jesus, vergib mir all meine Sünden und komm in mein Leben.”

Niemals zuvor hatte ich Kinder zu Jesus geführt, und so hatte ich keine Ahnung, was passieren würde. Aber es tat etwas mit Trey.

Andere Kinder kamen rein und belegten sofort die Sofas im Vorraum, und Trey stand sofort auf. Er ging zum ersten Jungen, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: “Glaubst Du an Jesus?” Der Junge schaute ihn verwirrt an und sagte nichts. Trey ging zu einem Mädchen und klopfte ihr auf die Schulter: “Glaubst Du an Jesus?”

Er wußte nicht, was er tun sollte, wenn sie ihm eine Antwort gaben, also machte er einfach weiter.

Was ein kindlicher Glaube in der Evangelisation macht.

Lee, einer der der Autoren von den Unerwarteten Abenteuern, erzählt eine Geschichte von einem geistig behinderten Mann namens Jack, der Jesus liebte, und seinen Betreuer überzeugte, zu seiner Kirche zu kommen. Sie wurde Christ, bevor der Gottesdienst zu Ende war.

Lee beschreibt Jack wie ein Kind. Die Liebe von Jesus in diesem kindlichen Glauben erzeugte in ihm Qualitäten von Bedingungslosigkeit, Enthusiasmus und Unerschrockenheit. Jack kümmerte sich um seinen Betreuer, der sich eigentlich um ihn kümmerte.

Ein kindlicher Glaube bewirkt, dass wir die Liebe von Jesus ganz natürlich teilen können. Lee fügt noch dazu, dass dies kommt, wenn wir unsere Beziehung zu Jesus nähren.

Stein im Schuh oder kindlicher Glaube?

Weil Stein im Schuh dazu da ist, praktische und taktische Tipps zu geben, um Nichtchristen zu erreichen, scheint es so zu sein, dass Kindlichkeit hier wenig Raum hätte. Kinder lesen ja auch keine Blogs. Aber Kindlichkeit hat nichts damit zu tun, unweise, unvorsichtig und unreif zu sein. Das ist dann kindisch.

Einen kindlichen Glauben zu haben bedeutet, offenherzig, unerschrocken und enthusiastisch für Jesus zu sein. Diese Eigenschaften sind was Jesus hier bestimmt gemeint hat:

Jesus rief ein Kind, stellte es in ihre Mitte und sagte: “Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen. Darum: Wer sich selbst erniedrigt und wie dieses Kind wird, der ist der Größte im Himmelreich. (Mt 18:2-4)

Kannst Du Dir vorstellen, unerschrocken und ganz natürlich Glaubensfragen in Konversationen einzubringen? Und kannst Du Dir vorstellen, liebend und enthusiastisch die Weltansicht eines Skeptikers zu destabilisieren und ihn davon zu überzeugen, Jesus stattdessen nachzufolgen?

Das ist, wie ich werden möchte. Das ist, was Stein im Schuh tun soll.

Hast Du eine Geschichte von Kindern, die evangelisieren?  Du kannst die Geschichte unten als Kommentar schreiben oder rechts eine “Nachricht senden.”

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