Unerwartete Abenteuer: Tag 8 – Die Macht eines Anrufs

by BJ on August 12, 2012

Ein Freund von mir ist auch mein Pastor. Er predigt gut, aber ich werde niemals eine einfache Geste vergessen, die er tat: Er rief mich an um einfach zu sehen, wie es mir ging.

Ich erinnere mich nicht mehr an die genaue Situation, außer, dass es stressig war. Trotzdem war ich überrascht, dass er gar nichts von mir wollte (z.B. predigen, Jack, die Puppe im Gottesdienst aufführen). Es war nur eine einfache Liebesgeste. Seine Predigten werde ich wahrscheinlich vergessen, aber nicht diesen Anruf.

Lee (einer der Autoren der “Unerwarteten Abenteuer”) hatte ein ähnliches Erlebnis als er noch ein Atheist war. Seine Tochter war gerade geboren und auf der Intensivstation.

Die Ärzte sagten, sie sollten sich auf das Schlimmste einstellen. Ein christlicher Freund besuchte ihn im Krankenhaus und bot Hilfe und Gebet an. Lee lehnte ab. Aber er vergaß niemals mehr diese selbstlose Geste.

Für Jesus in Liebe andere anrufen

Ich konnte noch nicht einmal diese Andacht beenden. Die Geschichte von Lee führte dazu, dass ich sofort das Telefon hochnahm und einen guten Freund anrief, der Rückenprobleme hat. Bekam nur seinen Anrufbeantworter dran. Dann rief ich einen alten atheistischen Freund an. Bekam nur seinen Anrufbeantworter dran.

Dann bin ich zu facebook und hab meinem Cousin in den USA eine Nachricht geschickt (ihn um 3 Uhr morgens anzurufen wäre wahrscheinlich erinnerungswürdig gewesen, aber für die falschen Gründe)

Das Mitleiden-Radar

Lee fordert heraus, mein sogenanntes Mitleids-Radar anzuschalten, um die Nöte der Leute auf meiner Liste herauszufinden und um Möglichkeiten zu finden, ihnen zu dienen. Er sagt, dies sei eine gute Chance um in ihnen die Frage hochzubringen, warum ich dies tue.

Wie soll ich ihr “Warum” beantworten?

Ich bin immer daran interessiert, herauszufinden, welche Wortwahl ich benutzen soll, wenn Leute mir geistliche Fragen stellen. Lee bietet eine großartige Antwort an, wenn ein Fremder ihn fragt, warum er den Umweg fährt, um ihn nach Hause zu bringen:

“Hat jemand jemals etwas Nettes für Dich getan, so dass Du diese Freundlichkeit einfach an jemand anderes weiterreichen möchtest?…Nun, hier ist das Ding: Jesus Christus hat etwas unwahrscheinlich Tolles für mich getan.”

Und dann brauchen sie nur noch darauf zu antworten.

Bibelstelle, Herausforderung und Gebet:

“So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.” (Mt 5:16)

Diese Woche möchte ich, anstatt meinen iPod anzustellen, während ich meinen Hund rausbringe und auf meinem Weg zu den Englischunterrichten, mit Jesus Verbindung aufnehmen und ihn fragen, wie ich eine einfache Liebesgeste an die Leute auf meiner Liste weiterreichen kann (Tag 4 – Die riesige Herausforderung).

Mein Gebet: Vater, hilf mir heute und diese gesamte Woche die Nöte der anderen Leute mit Deinen Augen zu sehen, damit ich Matth.5,16 gut gehorchen kann. Damit sie Dich auch verherrlichen.

Was ist heute passiert?

Nichts Wirkliches, was in Beziehung zu dem oben Angesprochenen steht, aber als ich meine Tochter von der Vorschule abholte, brauchte ich ‘ne ganze Weile, um einen Parkplatz zu finden, hauptsächlich weil diese bei einem Krankenhaus ist. Während ich also meine Runden drehte, bekam ich Augenkontakt mit einem entgegenkommenden Autofahrer. Es war ein freundlicher Lehrer von dem Gymnasium, an dem ich die letzten 2 Jahre gearbeitet hatte.

Beide rollten wir unsere Fenster runter:

“Lebst Du hier in der Gegend?” fragte ich ihn.

“Ja, gerade da drüben. Was machst Du hier?”

“Ich wohne direkt hinter der Schule und suche gerade einen Parkplatz um meine Tochter von der Vorschule abzuholen, In welchem Haus wohnst Du?”

“14b” sagte er. “Warum kommst Du nicht vorbei und wir trinken ein paar Bier zusammen? Du hast doch noch meine Nummer von der Lehrer- Telefonliste, nicht wahr?”

“Klar. Schön, Dich wiederzusehen, Ich ruf Dich an.”

Was wirklich toll an diesem Typen ist, dass er Philosophie unterrichtet (was ich liebe) und wir schon ein kurzes Gespräch über das Leben nach dem Tod hatten. Er hält eine relativistische oder agnostische Position inne. Ich werde ihn morgen anufen.

Definitiv “unerwartet”, aber ich werde sehen, was Gott für Abenteuer für mich (und ihn) bereit hält.

Hattest Du schon einmal eine unerwartete Begegnung mit Leuten aus Deiner Vergangenheit, die Gott benutzt hat? Oder wie hat Gott eine Liebesgeste dazu benutzt, eine Tür in Deinem Leben auszustoßen?

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