Unerwartete Abenteuer: Tag 10 – BabyBjörn Predigen

by BJ on August 15, 2012

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Ich bin kein Prediger, aber ich habe etwas getan, von dem ich sicher bin, dass es kein Prediger vor mir jemals getan hat: Ich habe mit einem vor meinem Bauch hängenden Baby auf der Strasse gepredigt.

Vor ungefähr 5 Jahren war meine Frau zusammen mit ihrem Lobpreisteam zu einem evanglistischem Einsatz namens “Meet Jesus” in Copenhagen eingeladen worden. Ich musste mitkommen, weil Philippa damals noch ein Säugling war. Sie bekamen die Genehmigung mitten in der Innenstadt zu spielen um eine Menge anzusammeln, damit sie ein paar Kurzpredigten hören konnten.

Es war ein wunderschöner Tag, und meine kleine Tochte hing im Babybjörn mit dem Kopf nach vorne, damit sie die Welt betrachten konnte. Die Musik war großartig und zog ‘ne ganze Menge an Leuten an. Was für ein Privileg mit so einer Band kommen und mein kleines Mädchen und Sonnenschein geniessen zu dürfen.

“B.J., ich denke, Du hast uns etwas zu sagen”, kam es aus den Lautsprechern von einer sehr mir bekannten Stimme. Es war Sandra, die Lobpreisleiterin.

Ich hab sie verwirrt angeschaut. “B.J. möchte uns erzählen, wie Jesus sein Leben verändert hat.”

Kennst Du das Gefühl, von schlimmster Angst und Hilflosigkeit befallen zu werden, und dem Wunsch, nur noch schreiend wie ein kleines Mädchen wegrennen zu wollen?

Ich griff nach dem Mikrophon.

Aus dem Kokon herausgestoßen werden

Lee ,einer der Autoren von den “The Unexpected Adventure” (Partnerlink), hatte ein ähnliches Erlebnis, nur war dieses viel unangenehmer zu lesen, doch 12 Leute kamen zum Glauben an Jesus dadurch. Er sagt, dass Gott uns diese Momente gibt, damit wir herausfinden können, wer wir sein könnten.

Wir sind niemals darauf vorbereitet, diese Person zu werden, sagt Lee. Gott muss uns aus dem Kokon der Sicherheit hinausstoßen. Seine Herausforderung:

Nimm Dir ein wenig Zeit um Dir vorzustellen, wer Du sein könntest. Du kannst Dir sicher sein, Gott hat dies schon getan.

Der Geist-erfüllte BabyBjörn-Prediger

Nicht gerade, was ich mir jemals vorher vorgestellt hätte, aber nachdem ich mir diese Frage im Gebet gestellt hatte, wurde mir bewußt, dass gerade diese verspieltere Art von Evangelisation in meinem Zukunfts- Ich vorkommt.

Ich würde gerne mehr wie der Jesus werden, der auf dem Weg nach Emmaus war. Da gibt es diesen faszinierenden Kontrast zwischen der atemraubenden, schockierenden Dunkelheit von dem hingerichteten Messias und seiner freudigen Verspieltheit mit diesen zwei Reisenden (Luk.24,13-34). Schau Dir an, wie er auf ihre hoffnungslose Situation reagiert:

Da sagte Jesus zu ihnen: “Ihr unverständigen Leute! Wie schwer fällt es euch, all das zu glauben, was die Propheten gesagt haben!” (Lk 24:25, NGÜ)

In anderen Worten: “Seid Ihr zwei komplette Idioten, oder was?” Dann verbirgt er seine Identität bis er vor ihren Augen verschwindet.

Okay, ich werde niemals meine Identität verbergen und einfach so verschwinden werden können, aber ich liebe die Freude und Verspieltheit, die Jesus verkörpert. Ich wäre so gerne ein von Freude erfüllter und spielerischer Bote des Evangeliums. Viel zu oft bin ich in evangelistischen Begegnungen mit Angst erfüllt, die mich als ernsthaft, flach und zu intellektuell rüberkommen läßt. Ich wäre viel lieber spielerisch, dynamisch und weise.

Wenn Du Dich selber vorstellst, wie Du in Gegenwart Deiner nicht- christlichen Freunde sein könntest, mit welchen 3 Adjektiven würdest Du Dich selber benennen wollen?

  • Dave Stemmett

    Great article and nice picture. It is true that the best opportunities for the Good News of Jesus often come up in unexpected places, when we are least prepared for them. Which reminds me of 1 Cor 1:27-29, ‘But God chose the foolish things of the world to shame the wise; God chose the weak things of the world to shame the strong. 28 God chose the lowly things of this world and the despised things—and the things that are not —to nullify the things that are, 29 so that no one may boast before him.’
    That does not mean we must not seek to be prepared to give answers to people, but we should not rely primarily on our learning. Our primary dependence is upon 1. the Holy Spirit (power), 2. the Bible (content) and 3. our testimony (evidence) to the work of grace within our own lives.

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  • BJ

    Thanks Dave. Great verses!

    Even the best speaker in the world can’t match the power of a normal Christian filled with the Spirit and the Word and a testimony.

    Your point 3 “our testimony to the work of grace within our own lives” helped me to think of other kinds of testimonies:

    a) the testimony of the Gospels that Jesus is the Christ (Jn 20:31),

    b) the testimony of the Old Testament which points to Christ ( 1 Cor 15:3b,ESV “that Christ died for our sins in accordance with the Scriptures,”)

    c) all of creation testifies to God (Rom 1:20)

    I would maybe add that all of the other failed belief systems in the world indirectly testify to Jesus being the best alternative.

    God bless!

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