Eine andere Art von Evangelisation…Nicht wie Billy (Tag 16)

by BJ on September 17, 2012

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Stein im Schuh ist dem Thema gewidmet, so wie Jesus in Gesprächen mit denjenigen zu sein, die nicht an Jesus glauben. Also wird es Dich vielleicht überraschen, dass die Zahl derer, die ich in einem Gebet angeleitet habe, Jesus zum ersten Mal zu begegnen, in meinen fast 15-jährigem Christsein so zwischen 5 und 10 liegt.

Ich war der erste Christ in meiner Familie und würde gerne sagen können, dass die Errettung von meinem Bruder, meiner Schwester, Mutter, Großmutter und Großvater durch ein Übegabegebet mit mir gekommen ist. Aber mir ist es nicht peinlich zuzugeben, dass dies nicht der Fall war.

Hier ist warum:

Egal ob man Billy Graham oder eine unbedeutene Rothaarige ist, ist jeder Christ ein Kettenglied.

Am Anfang meines Glaubensweges mit Jesus fühlte ich mich wie ein Versager, weil ich nicht viele direkt zu Jesus geführt hatte. Damals betete ich, dass Gott mich gebrauchen würde, 1000 Leute zu Christus zu führen. Aber meine Zahlen resultierten in Schuld oder Stolz, so dass ich mich heute weigere, zu zählen ( die 5 bis 10 sind nur eine Vermutung).

Aber selbst wenn ich 1000 Leute im Gebet angeleitet hätte, Jesus anzunehmen, wäre ich immer noch nur ein Glied in ihrer Kette der Glaubensreise zu Jesus gewesen. Und ist ein Kettenglied besser oder schlechter als das andere? Das zu wissen ist unmöglich.

Ein kleiner und doch wichtiger Part in meinem Zeugnis spielt ein rothaariges Mädchen, die ich nicht mochte, aber die mich zum Hauskreis einlud. 5 Monate später traf ich in dem Haus, wohin sie mich eingeladen hatte, Jesus. Heute erinnere ich mich noch nicht einmal mehr an ihren Namen.

Egal ob namenslose Rothaarige oder Billy Graham, der Apostel Paulus hat etwas Wichtiges zu dem Thema zu sagen. in den folgenden Versen prahlten die Korinther darüber, wer das bessere Kettenglied in ihrer Glaubensreise sei, Paulus oder Apolos. Paulus relativiert jeden Wert der Glieder:

Auf wen kommt es denn nun an? Doch nicht auf den, der pflanzt, oder auf den, der begießt, sondern auf den, der das Wachstum schenkt, auf Gott.  Und was ist mit dem, der pflanzt, und mit dem, der begießt? Ihre Aufgaben, so unterschiedlich sie sind, dienen demselben Ziel, und beide werden ´von Gott` ihren Lohn bekommen – den Lohn, der ihrem persönlichen Einsatz entspricht. …. Weil Gott mich in seiner Gnade dazu befähigt hat, habe ich als ein kluger und umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt; andere bauen jetzt darauf weiter. Aber jeder soll sich sorgfältig überlegen, wie er die Arbeit fortführt. (1. Kor.3,7-8;10)

Ich schäme mich nicht mehr zu sagen, dass ich kein Pflanzer bin. Sondern ich bin definitv mehr ein Bewässerer. Aber in beiden Fällen ruft Paulus die Pflanzer und die Giesser dazu auf, eins und in den Gott gegebenen Gaben einzigartig zu sein.

In anderen Worten sagt Paulus: Hört mit dem Vergleichen auf und seid die Kettenglieder, zu denen Gott Euch gemacht hat.

Ich bin eine andere Art von Evangelist

Indem ich mich selber als eines von vielen Kettengliedern sehe, wird Evangelisation zu einer viel größeren Kategorie als nur Leute in einem Bekehrungsgebet anzuleiten. Hier sind ein paar Dinge, die ich deswegen zu den Aufgaben der Evangelisation zähle:

  • Glaubensgespräche mit meinen Töchtern
  • andere Christen dazu zu ermutigen, Nichtchristen gute Fragen zu stellen
  • eine Herausforderung an das Christentum gut beantworten können
  • behutsam die Fehler in der Weltanschauung eines anderen aufzeigen
  • mit meiner Frau für Leute beten, die Jesus brauchen
  • die Zuversicht von Christen in ihre Überzeugungen stärken
  • Geschichten erzählen, die das Christentum plausibler erscheinen lassen
  • lernen wie man effektive und plausible Bilder anwendet, die erklären, warum das Christentum die beste Alternative bietet

All diese Dinge machen mich, wenn sie gut angwendet werden, zu einem besseren Kettenglied. Und dies sind auch die Art von Dingen, in denen ich andere Leute trainieren möchte.

Ich möchte wie Johannes der Täufer sein, der den Weg für das Evangelium in dieser Kultur vorbereitet. Ich möchte eine Veränderung in der deutschen Kultur sehen, wo der Glaube an Jesus eine lebendigere Option wird, wo ein Evangelist wie Billy Graham einfach nur kommen muss und die riesige Ernte einfahren kann.

In Apostelgeschichte 19,1-7 trifft Paulus auf ein paar Schüler von Johannes den Täufer, die bis dahin noch nchts von Jesus gehört hatten. Es gab buchstäblich keine Barriere und kein Drama, nicht ihr Leben Jesus zu geben. Es war die natürlichste Sache der Welt.

Was hältst Du von dieser Art von Evangelisation? Würdest Du gerne darin trainiert werden? Klick hier um mit mir in Kontakt zu treten.

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