Werde bequem mit Eindringlingen, sowie Jesus (Tag 13)

by BJ on September 3, 2012

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Meine Frau, damals meine Freundin, und ich hatten für 1 Jahr eine Fernbeziehung bevor ich nach Deutschland zog. In dem einen Jahr kam ich 4 Mal nach Deutschland und sie flog zwei Mal zu mir nach Texas.

Eines Abends auf einem unserer Dates in der Innenstadt von Dallas fingen wir uns an zu streiten. Wir stritten damals eine Menge, aber ich war in sie verliebt, so dass ich niemals unsere Differenzen als unüberbrückbar ansah.

Während wir uns also auf der Strasse in den Haaren lagen, kam ein Mann auf uns zu und fragte, ob wir Anlasserkabel hätten, weil seine Autobatterien den Geist aufgegeben hatten.

Wie ich reagierte ist auf gar keinen Fall ein tolles Beispiel für Evangelisation. Aber weil wir in der Innenstadt von Dallas waren, wurde mein Strassenevangelisationmodus angeschaltet. Hier war ich das erste Mal mit auf einer Strassenevangelisation gewesen.

Ich habe so ähnlich geantwortet:

“Unglücklicherweise habe ich keine Anlasserkabel, aber ich habe etwas Besseres.”

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, kann ich wetten, dass der Mann darauf wartete, dass ich ihm Drogen anbieten würde. Aber ich machte weiter und erzählte ihm die Gute Nachricht von Jesus. Alles in allem waren das 1-2 Minuten. Seine Reaktion war nicht negativ, aber dann musste er weiter und jemand anderes mit Anlasserkabeln finden. Und Sylvia und ich mussten unseren Streit beenden.

Er war definitv eine ganz unerwartete Ablenkung in unserem ernsthaften Streit, aber Mark, einer der Authoren von den Unexpected Adventure (Partnerlink) zeigt auf, dass Ablenkungen essentiell für unerwartete Abenteuer seien.

Sind sie wirklich Eindringlinge?

Mark erzählt eine Reihe an Geschichten aus dem Johannesevangelium, welche er “Eingriffe” in die Pläne von Jesus und dessen Zeitplan nennt. Aber das Wort beinhaltet etwas unwillkommenes.

Die einzige unwillkommene Ablenkung, an die ich denken kann, war, als die Mutter, Halbrüder und Halbschwestern von Jesus zu ihm kamen um mit ihm zu reden (Mk.3,31). Aber selbst dann begrüßt er die Situation als einen lehrreichen Moment, wer seine wahre Familie ist. Also scheint es keine wirklichen Eindringlinge oder Ablenkungen in den Dienst von Jesus in den Evangelien zu geben.

In einer so höchst organisierten und produktiven Zeit, wie in der wir leben, finde ich es extrem so zu leben. Besonders weil ich ich damit kämpfe, meine Identität in Jesus anstatt in meiner Produktivität zu finden.

Eingriffe exisitieren nicht

Ich kann nicht sagen, dass jemand Unterbrechungen immer als willkommmen fühlen wird. Aber aus Gottes Perspektive ist jede menschliche Entscheidung dazu da, um seinen ultimativen Plan zu erfüllen. Ich möchte jetzt nicht in eine lange Diskussion über den freien Willen und Gottes Herrschaft eingehen. (Natürlich diskutiere ich das mit Dir, wenn Du möchtest.)

Christen halten daran fest, dass die Entscheidung, Jesus am Kreuz töten zu lassen, kein Eindringen in Gottes Plan war, sondern ihn erfüllt hat.

Wenn die böseste Entscheidung in der Menschheitsgeschichte dazu da war, Gottes Plan zu erfüllen, dann werden es wohl harmlose Unterbrechungen wohl auch tun. Unterbrechungen werden dann zu göttlichen Verabredungen anstatt zu Eindringlingen.

Ich sollte es begrüßen, mich mit einem Bettler auf der Strasse zu unterhalten. Ich sollte den langatmigen Nachbar am Ende der Strasse, der nicht zuhören kann, willkommen heißen.

Wie Mark sagt: “Unterbrechungen können Türen zu (Gottes) übernatürlichen Aktivitäten und göttlichen Einflüssen öffnen.”

Herausfordernde Gebet:

Um eine unerwartete und abenteurliche Begegnung mit jemanden, der noch kein Christ ist, zu haben, brauche ich nicht nur mut mit ihnen darüber zu reden, sondern auch mut dafür zu beten.  Deshalb bitte ich Gott um:

  • eine Unterbrechung von jemandem, der näher zu Jesus gestupst werden muss.
  • die Urteilsvermögen zu sehen ob eine Unterbrechung von Gott ist.
  • eine Perspektive sowie Jesus hatte, wo Eingriffe nicht existieren, besonders in den Kontexten wo ich meistens eine unwillkommene Einstellung habe. (Für mich ist das oft, wenn ich unterwegs auf dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehrsmittel bin.)

Ich würde gerne von Dir eine Deiner Geschichten hören, wie Gott Deine Planung unterbrochen hat. Schreib mir einfach einen Kommentar unten oder klicke auf “Nachricht senden” auf der rechten Seite.

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